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Magnetfeldtherapie

Physikalische Grundlagen

Physikalische Grundlagen

Magnetfelder können durch Dauermagnete oder durch elektrisch betriebene stromdurchflossene Spulen erzeugt werden. Ursächlich für das Magnetfeld sind bewegte elektrische Ladungen, bei Dauermagneten durch deren Eigenbewegungen im atomaren Verband (Elektronenspin) und bei stromdurchflossenen Spulen durch eine angelegte Spannung verursachte Ladungsverschiebung (freier Ladungsträger). Das Magnetfeld wird als physikalischer Zustand des Raumes betrachtet und besitzt neben einer bestimmten Intensität (Betrag) auch eine Richtungscharakteristik. Dauermagnete besitzen einen festen Nord- und Südpol. Bei stromdurchflossenen Spulen kann die Feldrichtung bzw. Nord- und Südpol durch Änderung der Stromrichtung, d.h. Umpolung gewechselt werden. Durch gezielte schnelle Änderung der Stromrichtung einer elektrischen Feldspule lassen sich pulsierende magnetische Felder erzeugen, die für therapeutische Zwecke als Pulsierende Magnetfeld Therapie (PMFT) Anwendung finden. Die Stärke eines Magnetfeldes wird üblicherweise als magnetische Flussdichte B in der Einheit Tesla [T] angegeben; früher auch Gauss [G] mit der Umrechnung 1T=10.000G. Gebräuchliche Untereinheiten sind: mT (Tausendstel Tesla) bzw. µT (Millionstel Tesla). Die in der Magnetfeldtherapie verwendeten Flussdichten liegen in der Regel in den Bereichen von wenigen µT bis zu einigen mT und sind damit im Vergleich zu den Magnetfeldern, beispielsweise von Kernspintomographen, welche Felder mit ca. 2T verwenden, relativ gering. Das natürliche Magnetfeld der Erde ist ein Gleichfeld, entsprechend einem Dauermagneten, und besitzt in unseren Breiten Werte von 40-50 µT. Von den physikalischen Wirkungen eines Magnetfeldes ist die Kraftwirkung (Anziehung von Eisenteilen) wohl allgemein bekannt. Weitere Wirkungen sind die Erzeugung elektrischer Spannungen (Induktion) dann, wenn ein Magnetfeld auf bewegte elektrische Ladungen wirkt (wie z.B. in stromdurchflossenen elektrischen Leitern) sowie als Sekundärwirkung (der Induktion) auch die Wärmeentwicklung infolge von Wirbelströmen.


Physiologische Grundlagen

Physiologische Grundlagen

Bekannterweise beruhen die meisten biologischen Vorgänge des Körpers auf elektrischen Abläufen. Dies erklärt sich einfach aus der Tatsache des hohen Wasser- und Ionengehaltes des menschlichen Organismus, der den Körper zu einem elektrischen Leiter zweiter Klasse macht. Zentrale Funktionen des menschlichen Körpers, wie beispielsweise die Nervenreizleitung und die Funktion der Muskulatur, beruhen auf elektrischen Vorgängen erregbarer Zellen (Membranpotentiale), weshalb es wenig verwundert, dass therapeutische Verfahren (allgemein Elektrotherapie) hier ansetzen. Durch den englischen Physiker C. Maxwell wurde Mitte des 19. Jahrhunderts bewiesen, dass magnetische und elektrische Felder in gegenseitiger Wechselwirkung stehen und sich gegenseitig bedingen. Ein auf den menschlichen Körper wirkendes Magnetfeld verursacht somit ein elektrisches Feld im Körper und erzeugt elektrische Spannungen (Induktion) und Ströme, welche die bioelektrischen Vorgänge beeinflussen. Im Hinblick auf die therapeutischen Anwendungen wird insbesondere von der Wirkung eines veränderlichen Magnetfeldes auf elektrische Ladungen bzw. Potentiale im Körper noch die Rede sein. Davon beeinflusst werden in direkter Weise z.B. die Membranpotentiale erregbarer Zellen sowie indirekt (durch induzierte Spannungen) piezoelektrische Effekte, welche bei Be- und Entlastung der Knochen von Bedeutung sind. Kraftwirkungen spielen in der therapeutischen Anwendung der Magnetfeldtherapie keine Rolle, da im Körper ferromagnetische Stoffe nicht in größerer Menge vorliegen, die eine nennenswerte Kraftwirkung zuließen. Auch die thermischen Effekte therapeutischer Magnetfelder sind aufgrund der verwendeten relativ geringen Flussdichten vernachlässigbar gering und damit von unerheblicher Bedeutung. Statische Gleichfelder, wie das Erdmagnetfeld oder das Magnetfeld von Dauermagneten, haben keine Wirkungen auf ruhende elektrische Ladungen; dies kann als Hauptgrund dafür angesehen werden, dass Dauermagnete trotz häufig gegenteiliger Darstellung keine signifikante physiologische Wirksamkeit in der therapeutischen Anwendung besitzen. Durch die räumliche Wirkung des Magnetfeldes und die Tatsache, dass biologisches Gewebe nur in Ausnahmefällen ferromagnetische Substanzen (zur magnetischen Abschirmung) aufweist, besitzt das Magnetfeld eine hohe Tiefenwirkung ohne Verzerrungen des Magnetfeldes. Dies ermöglicht besonders anwendungsfreundliche Therapien, da Magnetfelder berührungslos, ohne den Zwang körperliche Barrieren (nicht invasiv) zu durchdringen, angewendet werden können. 


Historischer Rückblick - Entwicklung der Magnetfeldtherapie

Historischer Rückblick - Entwicklung der Magnetfeldtherapie

Die Magnetfeldtherapie ist eine der ältesten Behandlungsmethoden, deren Anfänge bis ins Altertum und in die Zeit der Griechen und Römerzurückreichen. Verwendung fanden dabei Dauermagnete (Naturmagnete, Magnetsteine), deren fragliche Wirksamkeit hier jedoch nicht weiter diskutiert werden soll. Erst durch die stärkere Anwendung der Elektronik, etwa in der Mitte des 20. Jahrhunderts, entstanden erste elektrische Geräte, die pulsierende Magnetfelder erzeugten und mit Ringspulen auf den Körper übertrugen. Die pulsierende Magnetfeldtherapie war mit wenigen, aufwendigen und teuren Geräten jedoch zunächst auf wissenschaftliche Anwendungen in der Klinik beschränkt. Breitere Anwendung auch im Bereich der Eigentherapie (Heimtherapie) findet die pulsierende Magnetfeldtherapie seit etwa 25 Jahren. In Deutschland wurde dies insbesondere seit dem Jahr 1982 begünstigt, nachdem durch die Kassenärztliche Bundesversicherung KBV eine Kostenübernahme dieser Therapie durch die Krankenkassen auch bei Heimanwendung beschlossen wurde. In den letzten Jahren entwickelte sich die Magnetfeldtherapie zunehmend im Bereich der alternativen Medizin und Naturheilkunde weiter. Hier können ganz hervorragende Ergebnisse erzielt werden, die schulmedizinisch nur teilweise erklärbar sind. Diese Entwicklung führte jedoch auch dazu, dass eine Vielzahl von Magnetfeldtherapiegeräten zur Heimanwendung auf den Markt kam, die Behandlungserfolge für nahezu alle Beschwerden versprechen und die jedoch teilweise mit völlig inakzeptabler Technik ausgestattet sind.


Wirksamkeit und Wirkmechanismus der pulsierenden Magnetfeldtherapie

Wirksamkeit und Wirkmechanismus der pulsierenden Magnetfeldtherapie

Die Wirksamkeit der pulsierenden Magnetfeldtherapie ist sowohl im schulmedizinischen Bereich als auch im Bereich der alternativen Medizin zu sehen. Konkrete Nachweise der wirksamkeit beschränken sich jedoch vornehmlich anhand wissenschaftlicher Studien auf den  klassischen Bereich der Schulmedizin. Eür Anwendungen im Bereich der Naturheilkunde, die sich als die Schulmedizin insbesondere auch mit der Behandlung zivilisatorischer Beschwerden mit häufig seelisch-nervösen Usachen wie Stress, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen etc. beschäftigen, liegen in erster Linie Erfahrungsberichte vor. Auffällig ist, dass klinische Untersuchungen und Studien zur Erzielung ein Behandlungserfolges meist von relativ Energiereichen Magnetfeldern ausgeht, wogegen in der alternativen Medizin meist mit weit schwächeren Magnetfeldern gearbeitet wird. Die Stärke der Magnetfelder klinischer Studien bewegt sich hauptsächlich in einem Bereich der Flussdichten von 0,2-10 mT, wobei häufig das Magnetfeld mit Ringspulen gezielt auf ein zu behandelndes 0rgan gerichtet wird. Geräte zur Heimanwendung für den Bereich der alternativen Medizin, häufig in Form von Mattengeräten, besitzen üblicherweise Magnetfelder mit Elussdichten von 20-200 µT (= 0,02-0,2 mT). Gesicherte Wirksamkeitsnachweise im klinischen Bereich liegen insbesondere bei der Knochenheilung, bei degenerativen und entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie z.B. Arthrosen, und bei der Wundheilung und Schmerztherapie vor. In einer Literaturstudie aus dem Jahr 2000 über die klinische Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie bewerten Quittan et al. 31 Studien aus den Jahren 1966-1998 mit insgesamt positivem Ergebnis für den Behandlungserfolg mit der pulsierenden Magnetfeldtherapie. Die magnetischen Flussdichten der untersuchten Studien lagen im Bereich von 0,2-10 mT; die Frequenzen zwischen 1-100 Hz. Aufgrund der Arbeiten von Yasuda und Fukada und deren Beschreibung der piezoelektrischen Phänomene am Knochen bereits in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts kann davon ausgegangen werden, dass die pulsierende Magnetfeldtherapie besonders positive Ergebnisse bei der Steigerung der Knochendichte bewirkt. Im Bereich der alternativen Medizin und Naturheilkunde stehen weitere Anwendungsbereiche offen, speziell im Bereich der Prävention und in der Behandlung ösychosozialer Erkrankungen, wie Stress, Burn-Out-Syndrom, Schlaflosigkeit, Erschöpfungszustände, Spannungskopfschmerz, Migräne, Angstzustände, Depressionen usw. Die Wirksamkeit der pulsierenden Magnetfeldtherapie lässt sich dabei am besten mit der Regulation und Normalisierung des Energiestoffwechsels der Zellen (Membranpotential, ATP) erklären, der bei den genannten Erkrankungen häufig gestört ist. Weitere positive Effekte sind eine vermehrte Enzymproduktion und eine verbesserte Durchblutung des Gewebes. Beiden genannten Erkrankungen, die in der Regel keine klinische Behandlung erfordern, hat insbesondere die Heimanwendung große Vorteile, da der Patient das sichere Gefühl einer jederzeit möglichen und insgesamt angenehmen Heimbehandlung hat. Die ganzheitliche Zielsetzung der alternativen Medizin und Naturheilkunde sowie die genannten psychosozialen Krankheitsbilder legen eine Ganzkörperbehandlung nahe, wie sie mit Mattengeräten einfach möglich ist. Die im Vergleich zu den bei klinischen Anwendungen häufig eingesetzten Ringspulen geringeren Magnetfeldstärken der Mattengeräte zeigen sich dabei nicht als nachteilig. In neuerer Zeit werden zunehmend auch Geräte angeboten, die mit einem Bioresonanzsystem arbeiten, welches dazu dient, Körperzellen eines Organs in Resonanz, d.h. zum „Mitschwingen“, anzuregen, um dadurch eine Normalisierung der Organfunktion zu bewirken. Hierzu werden stimulierende Magnetfeldfrequenzen, häufig im Frequenzdurchlauf über einen Frequenzbereich, eingesetzt, um sicherzustellen, dass die gewünschte Resonanzfrequenzim stimulierenden Frequenzspektrum enthalten ist.


Therapieparameter der verwendeten Magnetfelder

Therapieparameter der verwendeten Magnetfelder

Unter Therapieparametern sind die am Magnetfeldtherapiegerät einstellbare Frequenz, die magnetische Flussdichte sowie die (tägliche) Behandlungszeit und die Behandlungsdauer (als Zeitraum, in dem die Behandlung durchgeführt wird) zu verstehen. Die bei den klinischen Anwendungen nachfolgend angegebenen Werte bei der täglichen Behandlungszeit sind den entsprechenden klinischen Studien entnommen und in diesem hohen Zeitumfang nur in der Klinik oder mit transportablen Geräten erreichbar. Man kann jedoch davon ausgehen, dass auch kürzere Anwendungszeiten von täglich ca. 50 Minuten zu positiven Behandlungsergebnissen führen. Die in den Studien angegebenen Werte für die Frequenzen des pulsierenden Magnetfeldes scheinen eher zufällig zu sein und variieren bei gleichem Behandlungsziel oft deutlich. Der bevorzugte Frequenzbereich liegt zwischen 4-75 Hz. Die Therapieparameter bei den Anwendungen der alternativen Medizin und Naturheilkunde sind Ergebnisse zahlreicher Erfahrungsberichte von Ärzten und Naturheilpraktikern. Es wird in diesem Bereich in der Regel von geringeren Stärken des Magnetfeldes (Flussdichte) und kürzeren Behandlungszeiten ausgegangen, was sich nicht zuletzt durch die Art der verwendeten Geräte (häufig Mattengeräte) und durch die kürzeren ambulanten Therapiesitzungen bzw. durch Heimanwendungen erklärt. Die Wirksamkeit des pulsierenden Magnetfeldes wird hier mehr dem Ausgleich von Ungleichgewichten (im Zellstoffwechsel) in Verbindung mit einer Anregung der Selbstheilungskräfte zugerechnet. Behandlungserfolge bei Verwendung relativ schwacher Magnetfelder lassen sich dadurch erklären, dass Gleichgewichte mit verhältnismäßig geringem Energieeinsatz beeinflussbar sind. Es muss dennoch davon ausgegangen werden, dass gewisse Mindeststärken des Magnetfeldes für einen Therapieerfolg erforderlich sind.